Hauskatzen auf Ausstellungen

Sehr oft kommt die Frage auf uns zu, ob man "normale" Hauskatzen auch auf einer Rassekatzenausstellung präsentieren kann. Ja, man kann!! Unsere Hauskatzen werden ebenso wie alle Rassenkatzen von einem Richter bewertet. Dies bedeutet, dass ein Richter die Katze genau betrachtet und dann einen sogenannten Richterbericht erstellt, in dem verschiede Punkte festgehalten sind. So wird z. B. darauf geachtet, ob die Proportionen des Körpers stimmen, ob der Körper harmonisch wirkt. Auch wird sehr großen Wert auf den Pflegezustand der Katze gelegt; besonders beachtet wird hier das glänzende Fell, der klare Ausdruck der Augen und auch das Gebiss! Der größte Stellenwert besitzt allerdings der Charakter der Katze.


Eine Hauskatze sollte - auch auf einer Ausstellung - ein ausgeglichenes Wesen besitzen; dies zeugt von einem guten Temperament. Ein weiterer Punkt ist, dass eine Hauskatze kastriert sein sollte - als verantwortungsbewußter Katzenhalter trägt man dafür Sorge, dass sich das Elend unter den Hauskatzen nicht noch weiter ausbreitet. Die meisten Richter legen auf diesen Punkt sehr großen Wert. Der Richter verteilt dann unter den ihm zugeteilten Tieren eine Rangfolge. Die Katze, die dem "Idealbild" am nächsten kommt, erhält den ersten Platz, dann die Zweitplatzierte usw. Schließlich konkurrieren das beste männliche und das beste weibliche Tier in einer Bühnenshow gegeneinander. Dort entscheiden dann alle anwesenden Richter, welche Katze den Titel "Best in Show" (Bestes Tier der Kategorie) und "Best opp. Sex" (Zweitbestes Tier der Kategorie) erhält. Um mit seiner Katze an einer Ausstellung teilnehmen zu können, muss man allerdings einige Vorbereitungen treffen:

1.) Man muss Mitglied in einem Katzenzüchter-Verein sein. Mehr Informationen dazu finden Sie hier: 

2.) Die Katze muss folgende gültige Impfungen besitzen: Katzenschnupfen, Katzenseuche und Tollwut.
3.) Die Katze muss gesund und frei von Parasiten sein.
4.)Jede Katze muss in einem dekorierten Käfig (komplett mit Wasser, Futter und Katzenklo) untergebracht werden. Die Käfige werden gestellt, alles andere müssen Sie mitbringen.


Jede Katze, die an einer Ausstellung teilnimmt, wird vor Einlass in die Halle von einem Tierarzt auf Impfungen und Gesundheitszustand kontrolliert. Kranke und auffällige Tiere werden nicht für die Ausstellung zugelassen. Es versteht sich von selbst, dass eine Katze, die bei einer Katzenausstellung präsentiert wird, in einer sehr guten köperlichen Verfassung ist - schließlich handelt es sich bei einer Katzenausstellung um eine Schönheitskonkurrenz! Noch ein Wort zum Schluss: Nicht alle Katzen mögen es, auf Ausstellungen präsentiert zu werden. Sollte ihr Tier schon bei einer Autofahrt sein Mißfallen bekunden, überlegen Sie sich bitte sehr genau, ob Sie Ihrer Katze den Stress einer Ausstellung mit dem gesamten Brimborium zumuten können und wollen.
Die meisten Ausstellungen finden leider nicht vor der eigenen Haustüre statt. So ist ein "Aktionsradius" für Ausstellungen in der Größenordung von 500 km keine Seltenheit. Eine Katzenausstellung beginnt morgens zwischen 7.00 Uhr und 8.00 Uhr und dauert bis abends um 18.00 Uhr. Während dieser Zeit muss die Katze in ihrem dekorierten Käfig verweilen - ausgenommen die Zeit, die sie beim Richter verbringt. Dauert eine Ausstellung zwei Tage oder ist sehr weit von eigenen Wohnort entfernt, kommt zu der eigentlichen Ausstellung auch noch die Übernachtung in einem Hotel mit hinzu. Sie selbst kennen Ihr Tier so gut wie sonst niemand und wissen daher genau, was Sie ihm zumuten können.